Fotograf hat beste Reaktion auf Homophobie

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer

Ein Paar kündigte den Vertrag mit einem Fotografen, weil der für die Ehe für alle ist. Sie fordern das Geld zurück, was aber nicht möglich ist. Der Fotograf weiß genau, wo die Anzahlung am besten aufgehoben ist.

Die Entscheidung des Supreme Court, welche die Ehe für Homosexuelle in allen 50 Staaten der USA erlaubt, löste einen Jubel in den sozialen Netzwerken aus. Viele Facebook-Nutzer färbten ihr Profilbild in Regenbogenfarben. So auch der Fotograf Clinton Brentwood Lee, Besitzer von Brentwood Fotografie. Sein Spezielgebiet: Hochzeitsfotografie.

Doch nicht alle teilen die Ansicht, dass Schwule und Lesben dieselben Rechte wie Heteros haben dürfen. Eine Kundin des Fotografen etwa wollte den Vertrag kündigen und ihre Anzahlung zurück haben. Die Begründung: "Mein Verlobter und ich unterstützen die traditionelle Ehe und wir wollen nicht, dass unser Geld an Leute geht, die andere Formen der Ehe unterstützen." 

Spende statt Rückzahlung

Die Antwort von Clinton ist die beste, die man sich vorstellen kann: Tatsächlich behält er das Geld nicht selbst. Eine Rückzahlung kommt aber auch nicht in Frage, weil das der Vertrag ausschließt. Also spendet er die 1500 Dollar an GLAD (Gay and Lesbian Alliance Against Defamation).

In seiner Antwort an die Kundin bringt er es auf den Punkt: "Das ist, wie wenn ich keinen Brokkoli mögen würde und dann fordere, dass auch niemand anderes Brokkoli essen darf. Es ist okay, wenn du nicht für die Homo-Ehe bist, denn dann heirate keine Frau. Ich wurde so erzogen, dass ich nicht über andere urteile und jeden liebe."

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Weitere Quellen: Teaser: Wikimedia/Andrea