Franzosen laufen Sturm gegen Homo-Ehe

Redaktion Von Redaktion
Franzosen laufen Sturm gegen Homo-Ehe
Manif pour tous/Twitter

Am Samstag sind mehr als 100.000 Menschen in Frankreich auf die Straße gegangen, um gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben und gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare zu protestieren.

Die Organisatoren informierten, dass die Massendemos, bei denen auch mehrere kirchliche Vertreter teilnahmen, weder politisch noch religiös motiviert seien. Die Kundgebungen richten sich unter anderem aber auch "gegen Homophobie", so die Veranstalter.

In Toulouse, wo sich rund 5000 Menschen versammelten, setzte die Polizei Tränengas ein, um Gegner und Unterstützer der Regierungspläne auseinanderzutreiben. In Lyon beteiligten sich 22.000 Menschen an der Kundgebung gegen Homo-Ehe und Adoptionsrecht. Dort wurden rund 200 Befürworter der Homo-Ehe festgenommen, weil die Gegendemonstration nicht angemeldet gewesen sei. Proteste gab es auch in Nantes, Rennes und Marseille.

Am 13. Januar ist ein weiterer Aktionstag  gegen die Pläne der sozialistischen Regierung geplant.

Eine Umfrage, die im August veröffentlicht wurde, zeigt jedoch, dass die Mehrheit der französischen Bevölkerung die Homo-Ehe unterstützt. 65 Prozent sprachen sich dafür aus. Mehr als die Hälfte (53%) befürworten Adoptionen durch homosexuelle Paare.

Im Januar will sich die französische Nationalversammlung mit dem Gesetzentwurf zur Homo-Ehe und dem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare befassen.

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Weitere Quellen: Spiegel/dapd, Manif pour tous/Twitter