(dbna.de / heise.de) Ein bei Musicload gekauftes Lied nur 5 mal brennen? Einen iTunes-Song nur auf dem iPod abspielen? Damit könnte bald Schluss sein - wenn die Musikindustrie mitspielt. Denn nachdem Steve Jobs in einem Interview betont hatte, dass das DRM (Anm. d. Red.: DRM = Digital Rights Management) eine Forderung der Musikindustrie zur Vermeidung von Raubkopien gewesen war und er in seinem "iTunes Musicstore" lieber Daten ohne diese Sicherheitsfunktion verkaufen würde, denkt man nun anscheinend auch bei der deutschen Telekom-Tochter "Musicload" über die Abschaffung des DRM nach.

In der aktuellen Ausgabe des Newsletters "forward" verkündet der Online-Musikhändler das "Comeback von MP3". Experten seien sich einig, dass die von der Musikindustrie anvisierte Steigerung des Umsatzes über im Internet verkaufte Songs nur mit offenen Standards zu erzielen sei. DRM-Systeme würden "die Nutzung von Musik für den Verbraucher erschweren und verhindern, dass sich der legale Download zum Massenmarkt entwickelt."

Der Musikhändler spricht dabei aus leidvoller Erfahrung: "in drei von vier Fällen" seien Probleme der Kunden mit ihren gekauften Songs "auf DRM zurückzuführen". Daher habe man nun Verhandlungen mit der Musikindustrie aufgenommen, um Alternativen zu erarbeiten.

Skepsis bei den großen Labels - Erfolg bei den kleinen

Die großen Labels seien diesen Alternativen gegenüber bislang aber nicht aufgeschlossen - und das obwohl Einzelbeispiele den Erfolg zeigen: so konnte das von den Fantastischen Vier gegründeten Independent-Label Four Music den Absatz der Titel von Four-Music-Künstlern wie Max Herr, Gentleman oder Joy Denalane sei um mehr als 40 Prozent steigern, indem die Titel in offenen Standardformaten angeboten werden. Weitere kleine Labels folgten diesem Beispiel bereits erfolgreich.

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