Geflohen, um zu bleiben

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Geflohen, um zu bleiben
flickr.com/Takver

Viele schwule und lesbische Flüchtlinge erreichen Deutschland. In den Unterkünften warten oft schreckliche Zustände auf sie. Rainbow Refugees möchte das verbessern. Dafür brauchen die Vereine aber Spenden.

Unter den Flüchtlingen, die in Deutschland ankommen, sind auch schwule, lesbische, bisexuelle und transsexuelle Flüchtlinge, die besondere Unterstützung und Fürsorge brauchen. Oft ist ihre sexuelle Orientierung einer der Hauptgründe, weshalb sie fliehen. Wie alle Flüchtlinge werden sie hier in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. Dort erleben sie nicht selten die gleiche Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung wie in ihrer Heimat.

In mehreren Flüchtlingsunterkunften kam es bereits zu gewalttätigen Übergriffen. Teilweise werden schwule Flüchtlinge von anderen Flüchtlingen gezwungen, die Frauentoilette zu benutzen, teilweise werden sie mit Steinen beworfen, bespuckt und geschlagen. LGBT-Flüchtlinge fliehen aus ihren Ländern, um Schutz zu finden vor dem, was ihnen hier einmal mehr widerfährt.

Schwule Flüchtlinge vor Gewalt schützen

Daher setzt sich Rainbow Refugees für den Schutz und die sichere Unterbringung der Flüchtlinge ein. Gemeinsam mit dem LSVD, Schwulenberatungszentrum Berlin und dem CSD Dresden und vielen weiteren Vereinen und Organisationen helfen die Ehrenamtlichen aktiv vor Ort und machen auf Missstände aufmerksam.

Der Zusammenschluss aus Vereinen unterstützt LGBT-Flüchtlinge in den Erstaufnahme-Einrichtungen, holt sie in Härtefällen raus und bringt sie sicher unter - abhängig vom jeweiligen Bundesland. Ziel ist es, LGBT-Flüchtlinge vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen.

Crowdfunding für Spenden

Aktuell betreut der CSD Dresden e.V. für das Land Sachsen mehr als 30 LGBT Flüchtlinge. Das Schwulenberatungszentrum Berlin betreut in seiner Tagesstätte seit Beginn der Initiative weit über 70 LGBT Flüchtlinge. Die Zahlen steigen wöchentlich. Die derzeitige Unterstützung und Unterbringung erfolgt oftmals ehrenamtlich und durch Einzelpersonen.

Deshalb ist Rainbow Refugees auf Spenden angewiesen. Das funktioniert ganz einfach über ein Crowdfunding. Wer direkt vor Ort helfen möchte, für den gibt es ein Kontaktformular

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