Geringeres Risiko?

Christian Brandl Von Christian Brandl

Eine Studie aus Südafrika, an der mehr als 3.000 Männer teilnahmen, hatnun dem Gerücht, dass beschnittene Männer ein geringeresHIV-Infektionsrisiko haben neuen Nährboden gegeben. Der französischePublic-Health-Professor Bertran Aubert aus Paris konnte in seinerStudie einen signifikanten Unterschied zwischen den Infektionszahlenbei beschnittenen und unbeschnittenen Männern feststellen.

So waren unter den beschnittenen Männern 70 Prozent weniger mit HIVinfiziert, als in der unbeschnittenen Vergleichsgruppe. Auch weitereepidemiologische Daten lassen auf diesen Zusammenhang schliessen: LautAngaben der WHO ist die HIV-Prävalenz in Ländern wie Benin oder Ghana,wo rund 80 Prozent der Männer beschnitten sind, um das Zehnfacheniedriger als in Ländern wie Botswana und Zimbabwe, wo weniger als 20Prozent beschnitten sind.

Der "Schutz" könne daraus resultieren, dass die Vorhaut dem HI-Viruserheblich mehr Angriffsmöglichkeiten bietet als die Eichel. Dennoch isteine Beschneidung natürlich kein Schutz vor HIV, denn auch unter derTestgruppe der beschnittenen Männer gab es eine große GruppeInfizierter.

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Weitere Quellen: aerztezeitung.de