Gesetz verabschiedet

Christian Brandl Von Christian Brandl

Mit 56 gegen 19 Stimmen verabschiedete die Versammlung der Volksvertreter von New Jersey am vergangenen Donnerstag ein Gesetz zu Einführung sogenannter "Civil Unions" für homosexuelle Paare. Der Senat des Bundesstaates bestätigte diese Enscheidung rund 1 1/2 Stunden später mit 23 zu 12 Stimmen. Auch Jon S. Corzine, Gouvernor des Bundesstaates gab umgehend bekannt, dass er das Gesetz unterzeichnen und es somit in Kraft treten lassen werde.

60 Tage nach der Unterzeichnung durch den Gouvernor tritt das Gesetz dann in Kraft und erlaubt damit schwulen und lesbischen Paaren die Eintragung einer Partnerschaft. Die Einführung des Gesetzes war durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs des Bundesstaates notwendig geworden, der die Klage auf die Öffnung der Ehe für Homosexuelle zwar abgewiesen hatte aber gleichzeitig von der Regierung die Einführung einer vergleichbaren Rechtsform gefordert hatte, um den Anforderungen der Verfassung des Bundesstaates gerecht zu werden (dbna berichtete).

Schwul-lesbische Verbände sehen ihr Ziel noch nicht erreicht, honorieren aber den Schritt in die richtige Richtung: "Obwohl es enttäuschend ist, dass die Gesetzgebung homosexuellen Paaren nicht die vollen Rechte der klassischen Ehe einräumt, ist es dennoch erfreulich, dass wir Fortschritte in der Gleichstellung machen und uns nicht gegen Angriffe verteidigen müssen", so Joe Solmonese, Präsident der "Human Rights Campaign". Nach Massachusetts, das Schwulen und Lesben eine klassische Ehe ermöglicht und Vermont, das "Civil Unions" erlaubt ist New Jersey damit der dritte Bundesstaat der USA, der gleichgeschlechtlichen Paaren solche Rechte einräumt.

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Weitere Quellen: Quelle: 365gay.com / stateline.orgBildmaterial: François Massonneau / public domain Wikipedia