«Gleichheitsparade»

Andreas Graf Von Andreas Graf

Trotz Demonstrationsverbots sind am Samstag rund2500 Lesben und Schwule durch Warschau gezogen, um für Toleranz undGleichberechtigung in ihrem Land zu demonstrieren.

Rund 300 Gegendemonstranten, vor allem Rechtsextremisten,versammelten sich dort ebenfalls. Ein starkes Polizeiaufgebot trenntedie beiden Gruppen. Bis auf einige Eier, die auf Lesben und Schwule geworfen wurden, und einzelne Schlägereien am Rande derDemonstration gab es zunächst keine Zwischenfälle.

Als gewalttätigeFußballfans nach dem Ende der Veranstaltung in der WarschauerInnenstadt Jagd auf einzelne Teilnehmer machten, nahm die Polizeimehrere Dutzend Männer fest.

Eigentlich wurde die «Gleichheitsparade» wie im Vorjahr vom Warschauer Bürgermeisterverboten. Das offiziell mit Sicherheitsbedenken begründete Verbothatte Proteste und Solidaritätserklärungen aus dem In- und Auslandhervorgerufen.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!