Goldener Ehrenbär

Christian Brandl Von Christian Brandl

Am gestrigen Samstag, den 11. Februar 2006 wurde Sir Ian McKellen eine besondere Ehre zu Teil: der 66-jährige Schauspieler wurde im Rahmen der 56. Berlinale mit dem "Goldenen Ehrenbär" für sein Lebenswerk geehrt. In seiner Laudatio würdigte dessen langjähriger Freund, der US-Schriftsteller Armistead Maupin, McKellens Engagement für die Rechte Homosexueller. Es sei sehr mutig gewesen, sich als einer der ersten Schauspieler als schwul zu outen.

Mit dem ihm eigenen Humor nahm der renommierte Schauspieler die Auszeichnung an: "Vielleicht haben die mich ja jetzt geehrt, weil sie ahnen, dass ich die Reise hierher schon bald nicht mehr machen kann". Laut eigenen Angaben spielte McKellen in seiner Laufbahn rund 220 verschiedene Rollen. Durch seine Verkörperung des Zauberers "Gandalf" in der Trilogie "Herr der Ringe" errang Sir Ian Mckellen endgültig Weltruhm. "Ich weiß noch immer nicht, warum ich dafür engagiert wurde", so McKellen über die Rolle. "Wahrscheinlich war ich billig und Sean Connery und Anthony Hopkins nicht verfügbar. [...] Den damit zusammen hängenden Ruhm genieße ich sehr."

McKellen war Ende der 80er Jahre einer der ersten Schauspieler der sich öffentlich als schwul outete und seitdem engagierte er sich stark für die Rechte Homosexueller. "Noch heute sind die Reaktionen und Einstellungen der Gesellschaft das eigentliche Problem", so McKellen über den Umgang mit Homosexualität. Es mache Ihn wütend, wenn Menschen für ihre Gefühle missachtet werden. "Auch die Filmindustrie in Hollywood ist da sehr altmodisch." Es sei auch heute noch immer schwierig für einen Schauspieler oder eine Schauspielerin offen homosexuell zu leben.

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Weitere Quellen: Quelle: berlinale.de, Kurier.atBildmaterial: © Internationale Filmfestspiele Berlin