Grundsatzentscheidung

Christian Brandl Von Christian Brandl

(dbna.de / 365gay.com) Nur einen Tag nachdem das irische Parlament die Einführung der Homo-Ehe abgelehnt hat, ziehen Ann Louise Gilligan und Katherine Zappone vor den obersten Gerichtshof des Landes, um für die Anerkennung ihrer in Kanada geschlossenen Ehe zu kämpfen. Die beiden Ärztinnen, die bereits über 20 Jahre ein Paar sind, hatten 2003 in British Columbia geheiratet, kurz nachdem die Homo-Ehe in Kanada möglich geworden war. Damals lebten und arbeiteten die Frauen auch dort.

Als sie gemeinsam nach Irland zurückkehrten und ihre erste gemeinsame Lohnsteuererklärung abgaben, wurden sie vom zuständigen Finanzamt aufgefordert, einzelne Steuererklärungen unter Angabe einer anderen Steuerklasse einzureichen. Als sie 2004 vor Gericht zogen war auch der vorsitzende Richter der Ansicht, dass diese Entscheidung von höherer Stelle gefällt werden sollte und gab den Fall weiter.

Ihr Anwalt argumentierte vor dem obersten Zivilgericht, die Nicht-Anerkennung der Ehe der beiden verstoße gegen die verfassungsmäßig garantierte Gleichberechtigung und daher müsse ihre Ehe anerkannt werden. Dies wurde von der vorsitzenden Richterin Elizabeth Dunne im vergangenen Dezember abgelehnt. Die Klägerinnen sollten nach dem Willen des Zivilgerichts auch die gesamten Verfahrenskosten tragen. Nun muss sich der oberste Gerichtshof mit dem Fall der Lebenspartnerinnen befassen.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: Quelle: 365gay.comBildmaterial: © stock.xchng