"Historisches Votum"

Redaktion Von Redaktion
"Historisches Votum"
Filzstift/Wikimedia Commons

Der UN-Menschenrechtsrat in Genf hat am Freitag in einem historischen Votum eine Resolution verabschiedet, die gleiche Rechte für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung fordert.

Der UN-Menschenrechtsrat in Genf hat am Freitag in einem historischen Votum eine Resolution verabschiedet, die gleiche Rechte für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung fordert. 23 Staaten stimmten für die Resolution, die von Südafrika eingebracht wurde. Dagegen sprachen sich 19 aus, drei Länder enthielten sich. Widerstand kam vor allem von afrikanischen und arabischen Staaten.

Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland (LSVD) erklärte: "Die Resolution ist ein Durchbruch im Kampf für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen in aller Welt. Sie wird die Entkriminalisierung gleichgeschlechtlicher Liebe unterstützen und die Akzeptanz in aller Welt stärken."

Volker Beck, menschenrechtspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen, sagte in einer Pressemitteilung: "Heute ist ein großer, historischer Tag." Es sei eine Schande, dass es im 21. Jahrhundert immer noch politische Regime gibt, die gleichgeschlechtliche Liebe mit Haftstrafen, Peitschenhieben oder sogar Todesstrafe bedrohen. "Homophobie und Gewalt wird der Kampf angesagt. Nun muss die Staatengemeinschaft aus der Resolution Taten folgen lassen." so Beck weiter.

Zum ersten Mal konnte in den Vereinten Nationen damit eine Resolution für die Rechte von Schwulen und Lesben durchgesetzt werden.

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Weitere Quellen: SDA, AFP, LSVD