Homo-Ehe in Kalifornien zulässig

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de/dpa) Der Supreme Court des US-Staates Kalifornien hat am Donnerstag das dort bestehende Verbot von Homo-Ehen für verfassungswidrig erklärt. Geklagt hatten die Stadt San Francisco und 14 schwul-lesbische Paare. San Franciscos Bürgermeister Gavin Newsom feierte laut einer dpa-Meldung die Entscheidung und hofft auf eine Vorbildwirkung: "Kalifornien geht voran und die ganze Nation wird folgen."

Ausgangspunkt des Rechtsstreits war ein Volksentscheid aus dem Jahr 2000. Damals hatte die Mehrheit der Wähler dafür gestimmt, die Ehe als Verbindung von Mann und Frau zu definieren. Dies verstößt gegen die Gleichstellungsgesetze in Kalifornien, befand nun das Oberste Gericht. 2004 hatte Newsom in San Francisco die Eheschließung für Schwulen und Lesben erlaubt. Diese wurden später vom Supreme Court für nichtig erklärt, weil der Bürgermeister nicht die Kompetenz für die Entscheidung gehabt habe.

Neben Kalifornien sind Homo-Ehen in den Vereinigten Staaten noch im Bundesstaat Massachusetts erlaubt. Ob es allerdings so bleiben wird, ist unklar. Konservative kalifornische Gruppen streben an, einen Verfassungszusatz zu verankern, in dem die Ehe als heterosexuelle Verbindung definiert werden soll. Dieser Zusatz hätte stärkere Bedeutung als die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichts.

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Weitere Quellen: www.berliner-zeitung.de