Homo-Ehe und Adoptionsrecht in Slowenien

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Homo-Ehe und Adoptionsrecht in Slowenien
Wikimedia/Montage (Benson Kua/Achim1999)

Schwule und Lesben dürfen ab sofort auch in Slowenien heiraten und sogar Kinder adoptieren. Slowenien ist damit das elfte Land in der Europäischen Union, in dem eine vollständige Gleichstellung vollzogen ist.

Das slowenische Parlament hat entschieden: Schwule und Lesben dürfen heiraten und Kinder adoptieren. 51 stimmten dafür und 28 dagegen. Beobachter zeigten sich überrascht über das klare Votum, mit dem gleichgeschlechtliche Beziehungen nun den heterosexuellen gleichgestellt sind.

Slowenien ist damit das erste postkommunistische Land, in dem die Homo-Ehe eingeführt wurde. Im Vorfeld haben vor allem konservative Parteien und die katholische Kirche gegen eine Gleichstellung geworben. Bei den veranstalteten Demonstrationen nahmen aber nur wenige tausend Menschen teil.

Vorbild für Deutschland
Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck betonte in einer ersten Stellungnahme, dass Slowenien damit ein Vorbild für Deutschland sei: "Slowenien ist das elfte EU-Land, das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnet. Warum sollte Deutschland nicht das zwölfte werden?", fragt er. Entsprechende Anträge seiner Partei lägen vor, die Große Koalition aus Union und SPD müsste nur zustimmen.

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