Homo-Ehe wie Auto-Anmeldung?

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In der Diskussion um die Einführung der Homo-Ehe in Österreich fordert die konservative ÖVP, auf eine Zeremonie im Standesamt wie bei der Eheschließung zu verzichten.

(dbna.de/diepresse.com) In der Diskussion um die Einführung der Homo-Ehe in Österreich fordert die konservative ÖVP, auf eine Zeremonie im Standesamt wie bei der Eheschließung zu verzichten. "Wir sehen das eher als schlichten Verwaltungsakt", äußerte ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer Ende November.

Am Montag verteidigte Justizministerin Maria Berger von der sozialdemokratischen SPÖ einen feierlichen Akt bei der Eintragung im Standesamt. Berger verwies auf die Rechte und Pflichten, die beide Partner eingehen. Das dürfe nicht so schlicht wie bei der Registrierung eines Autos geschehen. Schärfere Worte fand Christian Högl von der Homosexuellen-Initiative HOSI. Er sieht den ÖVP-Einwand als "Affront und Provokation".

Die Homo-Ehe wird von SPÖ und ÖVP unterstützt, die die Regierungskoalition bilden. Justizministerin Berger hatte Ende Oktober einen Entwurf für ein Partnerschaftsgesetz vorgelegt. Sollten sich beide Parteien einigen, könnte das Gesetz noch im ersten Halbjahr 2008 verabschiedet werden.

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Weitere Quellen: diepresse.com