Vergangenes Wochenende hat Schottland angekündigt, dass man die gegenwärtigen Richtlinien für Sexualkunde an den Schulen erweitern werde, weil der Unterricht momentan zu "heterosexuell" orientiert sei. Künftig werden sich die Unterrichtsstunden nicht nur mit dem Thema Safer Sex beschäftigen, sondern auch Informationen über Ansprechpartner und Beratungsdienste bieten und über gleichgeschlechtliche Beziehungen aufklären.

Shirley Fraser, Pressesprecherin der Organisation "Health Scotland", betonte, dass Lehrer nach entsprechenden Richtlinien gefragt hätten: "Die Lehrer wussten nicht, was sie über gleichgeschlechtliche Partnerschaften erzählen sollten. Sie fühlten sich unwohl bei diesem Thema und wollten es angemessen darstellen, ohne dabei anstößig zu sein", so Fraser. Die neue Richtlinie solle dies nun klar definieren und den Lehrern somit einen verläßlichen Anhaltspunkt bieten.

Schottische Elternverbände unterstützen die Einführung der neuen Themen: "Wenn wir den jungen Leuten nicht die richtigen Informationen bieten, werden sie anderweitig falsche Informationen bekommen", so Eleanor Coner, "Sie werden sich im Internet informieren oder mit ihren Freunden sprechen - da ist es weitaus besser, ihnen korrekte Informationen zu geben als gar keine."

Die katholische Kirche hat diese Entwicklung verurteilt. In einer Stellungnahme bezeichnete die schottische Kirche den Vorstoß der Regierung als "erschreckend, empörend und absolut unnötig".

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