Homo-Paare erhalten mehr Rechte

Redaktion Von Redaktion
Homo-Paare erhalten mehr Rechte
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Ein neues Gesetz ermöglicht Schwulen und Lesben, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, das Adoptivkind ihres Partners ebenfalls zu adoptieren. Grüne und Linke stimmten gegen das Gesetz, da ihnen die Sukzessivadoption nicht ausreichend ist.

Die Sukzessivadoption war bislang ausschließlich heterosexuellen Ehepaaren vorbehalten.

Schon im letzten Jahr urteilten die Richter des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe, dass die Sukzessivadoption, die bisher nur für heterosexuelle Partnerschaften galt, nicht verfassungsgemäß sei und auch für homosexuelle Paare ausgelegt werden müsse.

Das Gesetz, dass in Deutschland die Adoption von Kindern regelt, stammte aus dem Jahr 1967. Homosexuelle Lebensgemeinschaften wurden in diesem veralteten Gesetz nicht berücksichtigt.

Dem Bundestag wurde bis Juni 2014 Zeit gegeben, ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden, dass die Sukzessivadoption für Schwule und Lesben, die in eingetragenen Partnerschaften leben, ermöglicht.

Das neue Gesetz geht Linken und Grünen nicht weit genug

Da der Bundestag die Gesetzesvorlage des Bundesverfassungsgerichts am letzten Donnerstag genau übernommen hat, stimmte die Opposition aus Grünen und Linken gegen das Gesetz.

Die Sukzessivadoption ermöglicht nur die Adoption von bereits adoptierten Kindern in einer Lebensgemeinschaft. Die Genehmigung einer Adoption ist als Einzelperson ungleich schwieriger und in Einzelfällen sogar unmöglich.

Ein entsprechender Zusatz der Opposition, der die Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Paaren bei einer Adoption ermöglicht hätte, wurde abgelehnt.

Eine Gleichstellung hätte laut Opposition bürokratische Hürden abgebaut und dadurch die Adoption von Kindern für Schwule und Lesben vereinfacht. Homosexuellen Paaren bleibt es also weiterhin verwehrt, ein Kind gemeinsam zu adoptieren.

Auch der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) kritisiert das Gesetz als halbherzig und unzureichend.

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