Gouvernor Arnold Schwarzenegger hat am Donnerstag ein Gesetz unterzeichnet, dass es Anwälten und Verteidigern künftig erschweren wird, für gewalttätige Schwulen-Hasser mit dem Verweis auf "panische Homophobie" einen Freispruch oder milde Strafen zu erwirken.

Die neue Gesetzgebung hat ihren Ursprung in dem brutalen Mord an dem transsexuellen Jugendlichen Gwen Araujo im Jahr 2002. Drei Männer hatten das junge Mädchen geschlagen, getreten, aufgehängt und erwürgt, nachdem sie bemerkt hatten, dass Gwen im biologischen Sinne ein Mann war. Die Verteidiger hatten damals betont, dass ihre Mandanten in Panic verfallen seien, als sie gemerkt hatten, dass sie eigentlich mit einem Mann Geschlechtsverkehr gehabt hätten und dass dies die Gewalttaten ausgelöst hätte. Die Männer wurden zwar verurteilt, doch es waren zwei Verfahren notwendig.

Der "Gwen Araujo Justice for Victims Act" soll nun bewirken, Jurymitglieder künftig Reaktionen wegen der sexuellen Orientierung oder ethnischen Herkunft nicht mehr in Ihre Entscheidung mit einfließen lassen dürfen.

Die Familie von Gwen Araujo begrüßt diese Entscheidung: "Seit meine Tochter getötet wurde haben meine Familie und ich tausende von Stunden hart daran gearbeitet, dass Kalifornien ein Staat wird, in dem jeder respektiert und fair behandelt wird", so Sylvia Guerrero. "Der Gwen Araujo Justice for Victims Act wird uns bei unserer Arbeit sehr helfen."

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