Homosexualität festigt Allianzen

Christian Brandl Von Christian Brandl

Homosexualität ist im Sozialverhalten von Tieren eine wichtige Komponente

(dbna.de / FOCUS) Sex unter gleichgeschlechtlichen Partnern ist im Tierreich nicht nur absolut normal, sondern dient meist sogar einem "höheren Zweck". Zu diesem Schluss kommt der Verhaltensforscher Paul Vasey von der Universität Lethbridge in Kanada: "Sex mit gleichgeschlechtlichen Partnern festigt Allianzen, klärt Statusfragen und dient der Versöhnung nach Auseinandersetzungen." Bei einer Vielzahl von Tieren konnten auch Wechsel beim Geschlecht in der Partnerwahl festgestellt werden.

So finden sich Delfin-Männchen zu Paaren zusammen, leben in einer engen Gemeinschaft zusammen und erobern später gemeinsam Weibchen. Bei Bonobos dient Sex als Deeskalationsstrategie: findet eine Gruppe einen Leckerbissen, versammeln sie sich zu einer Runde Gruppensex, um die Aufregung abzubauen - erst danach macht man sich gemeinsam über das Futter her. Doch es gibt auch Tiere, die ihr ganzes Leben lang gleichgeschlechtliche Partner suchen: rund Acht Prozent der  männlichen Schafe in einer Herde sind beispielsweise ausschließlich schwul, besteigen andere Männchen und kopulieren mit ihnen.

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Weitere Quellen: FOCUS Online, stock.xchng