Homosexualität legal

Christian Brandl Von Christian Brandl

Nachdem Homosexualität rund 150 Jahre verboten war, erlaubte nun das Oberste Gericht von Delhi die gleichgeschlechtliche Liebe in Indien.

(dbna.de / FR-online.de) Über 150 Jahre stand Homosexualität in Indien unter Strafe, diese negative Ära für die Schwulen und Lesben des Landes hat das Oberste Gericht von Delhi nun beendet: Die Richter urteilten, dass Paragraf 377 des geltenden Gesetzes gegen grundlegende Menschenrechte verstoße, die jedoch in Indiens Verfassung garantiert seien.

Dieser Paragraf stellte Homosexualität als widernatürlich unter Strafe - Schwulen und Lesben drohten bis zu 10 Jahre Haft. Das aktuelle Urteil sieht in homosexuellem Sex unter Erwachsenen im privaten Umfeld keine Straftat, wenn er einvernehmlich ist.

Paragraf verhinderte auch HIV-Aufklärung

Die NAZ-Stiftung, die für die Rechte von Homosexuellen eintritt, hatte 2001 gegen Paragraf 377 geklagt. Die Organisation führte auch an, dass dieses Gesetz auch HIV-Prävention verhindere, da oftmals bereits Aufklärungskampagnen als "Werbung für Homosexualität" interpretiert und unter Strafe gestellt werden könnten.

Das Urteil kann noch vor dem höchsten Gericht Indiens angefochten werden.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: FR-online.de, iStockPhoto.com