Homosexuelle Boyscouts ab 2014 zugelassen

Redaktion Von Redaktion
Homosexuelle Boyscouts ab 2014 zugelassen
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Nach einer monatelangen Diskussion über die Frage, ob homo- und bisexuelle Mitglieder toleriert werden sollen, wurde nun der Kompromisslösung stattgegeben: Jugendliche bis 18 Jahre, die offen homosexuell leben, dürfen im Gegensatz zu volljährigen Betreuern, Mitglied werden.

Gremium aus 1400 Gruppenchefs hat für den Kompromiss gestimmt

Im April hatte der Dachverband der Boyscouts of America (BSA) einen Vorschlag zur Akzeptanz von minderjährigen, homosexuellen Mitgliedern vorbereitet (dbna berichtete). Am vergangenen Donnerstag (23.05.2013) stimmten nun 1400 Gruppenleiter auf einer Pfadfinderversammlung  in Grapevine (Texas) darüber ab.

Ab 2014 dürfen Jugendliche unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung Mitglied sein

Die Regeländerung wurde - trotz heftigen Widerstandes einiger kirchlicher Träger der Boyscouts - beschlossen. Von 2014 an soll keinem der etwa 2,7 Mio. jugendlichen Boyscouts die Mitgliedschaft aufgrund seiner Sexualität versagt werden. Dies gilt allerdings nicht für mehr als eine Million Erwachsene, die dem Jugendverband des BSA angehören. Auch mit Erreichen der Volljährigkeit steht einem homo- oder bisexuellen Mitglied weiterhin der schonungslose Rauswurf bevor.

Einigung aus wirtschaftlichen Beweggründen?

Einen Einfluss auf die Entscheidung über den Kompromiss hatten möglicherweise auch wirtschaftliche Erwägungen der Boyscouts: viele Sponsoren drohten bereits mit der Einstellung von Zahlungen, sollte die Organisationweiter an der homophoben Praxis festhalten. Der Logistikdienstleister UPS - mit geschätzen $150,000 im Jahr einst einer der Hauptsponsoren der BSA - stellte seine Zahlungen bereits im November 2012 ein. In einem Statement auf der Webseite von UPS war damals zu lesen: "UPS unterstützt Organisationen, die auf nicht diskriminierende Grundlagen aufbauen. UPS diskriminiert keine Personen oder Organisationen auf Grund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Geschlechts oder sexuellen Orientierung."

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Weitere Quellen: DerStandard.at, jml5571/istockphoto.com