"Ich bin nicht der Einzige"

Redaktion Von Redaktion
"Ich bin nicht der Einzige"
Youtube/ESPN/NY Times

American Football zählt zu den härtesten und "männlichsten" Sportarten der Welt. Umso mehr Aufmerksamkeit erregte das Coming-out von Dallas Cowboys Spieler Michael Sam, der zugleich andeutete, dass seine Homosexualität in der NFL keinesfalls ein Einzelfall sei.

 

"Ich bin nicht der Einzige"

Mit diesen Worten unterstützte Sam bei Kult-US-Talkmasterin Oprah Winfrey ein längst nicht mehr so geheimes Geheimnis: auch die NFL hat viele homosexuelle Stars, selbst wenn diese sich öffentlich nicht dazu bekennen möchten.

Sam führt weiter aus, dass er für sein Coming-out viele unterstützende Worte von Kollegen bekam, einige davon bekennen sogar, dass sie selber gern den Mut zu diesem Schritt hätten.

Sam gehört zum erweiterten Kader der Dallas Cowboys, hat den Sprung in das finale NFL Lineup aber knapp verpasst.

Sein Coming-out hätte für die NFL historische Bedeutung gehabt. Bisher gibt es in der knallharten Liga keinen einzigen offenen Homosexuellen, wenn den Andeutungen von Sam nach einige Spieler aber durchaus schwul oder bisexuell seien.

Sam gab außerdem zu verlauten, dass er niemanden zu diesem Schritt drängen wöllte, ihn aus eigenen Stücken unternahm und auch von heterosexuellen Spielern und Teamkameraden Unterstützung erhielt.

Hass und Unverständnis aus der Familie

Im Gespräch mit Oprah eröffnete Sam auch einen Einblick in sein Privatleben, besonders mit Hinblick auf das Verhältnis zu seinen Geschwistern. Seine Brüder hätten ihn demnach mehrfach beschimpft, unter anderem als "fag", und zudem seine MVP-Trophäe (most valuable player / wichtigster/bester Spieler) vor seinen Augen zerstört.

Michael Sams Verhältnis, besonders zu seinem älteren Bruder, scheint aufgrund seiner Homosexualität stark gelitten zu haben.

Das komplette Interview lief am 27. Dezember in Form einer Kurz-Dokumentation.

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Weitere Quellen: NY-Times, ESPN, Youtube/ESPN/NY Times