"Ich brauche keine Etiketten auf meiner Sexualität"

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
"Ich brauche keine Etiketten auf meiner Sexualität"
Sony Music UK

Mit einer Coverversion von Rihannas "Diamonds" wurde er berühmt. Jetzt outet sich Josef Salvat: Er steht auf Männer und auf Frauen. Als bisexuell bezeichnet er sich dennoch nicht.

Im November 2014 wurde Josef Salvat auf einmal berühmt: Da hat Sony nämlich seine Coverversion von Rihannas "Diamonds" für eine Werbung benutzt. Der australische Sänger landete in ganz Europa in den Charts.

Doch der 25-Jährige ist kein One-Hit-Wonder geblieben. Mit Songs wie "Hustler" hat er sich im Gespräch gehalten. "Punchline" gibt einen Vorgeschmack auf sein Album "Night Swim", das am 19. Februar weltweit erscheinen wird.

Josef steht auf Frauen und Männer - sieht sich aber nicht als bi

Bereits beim Video zu "Hustler" wurde spekuliert, ob Josef auch aufs gleiche Geschlecht stehen könnte. Denn darin macht er nicht nur mit Frauen, sondern auch mit Männern rum.

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Jetzt hat der Australier mit katalonischen Wurzeln über seine sexuelle Orientierung gesprochen. Dem schwulen Stadtmagazin blu sagte er: "Ich weiß nicht, was ich bin, und ich brauche auch keine Etiketten auf meiner Sexualität." Deshalb identifiziert er sich selbst nicht als bisexuell.

"Hustler"-Video: "Ich wollte bloß ehrlich sein"

Außerdem möchte er seine sexuelle Orientierung nicht als Marketingmaßnahme verstehen: "Es ist jetzt nicht so, dass ich sage 'Hey, schaut her, ich liebe auch Jungs' und dieses Bekenntnis dann versuche, in Verkaufserfolge umzusetzen, so wie es viele Kollegen gerade machen. Ich muss auch keine Schulterklopfer haben, die mir sagen, wie progressiv und mutig ich bin."

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Dennoch fand er es wichtig, dass im "Hustler"-Video auch Männer mitspielen. "Ich wollte bloß ehrlich sein. Erst sollte ich nur Mädchen küssen, aber ich dachte, das bin nicht ich", sagt er.

Eine feste Identität ist ihm egal: "Alles ist im Fluss"

Josef hatte als Jugendlicher große Probleme damit, sich selbst zu identifizieren. "Als ich aufwuchs, war ich sehr durcheinander", erzählt er. "An einem Tag denkst du 'Ich bin hetero, weil ich eine Freundin habe', am nächsten 'Jetzt habe ich mit einem Jungen geschlafen, dann bin ich wohl schwul.'"

Das hat sich erst vor etwa zwei Jahren geklärt, als er 23 war. Da wusste er, "dass es egal ist, dass ich keine feste Identität brauche, sondern dass alles im Fluss ist."

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