Entgegen den Erwartungen der Öffentlichkeit hat der kanadische Premierminister Stephen Harper nun doch angekündigt, dass er eine freie Abstimmung über die Abschaffung der Homo-Ehe in Kanada im Herbst abhalten wolle. Das Gesetz zur Homo-Ehe war im vergangenen Jahr unter der liberalen Vorgängerregierung unter Premierminister Paul Martin erlaubt worden.

Während des Wahlkampfes hatten die Konservativen dieses Thema aufgegriffen und angekündigt, das Thema erneut zu diskutieren. Harper sagte am Freitag in Montreal, dass er lediglich dieses Versprechen erfüllen wolle.

Ob er jedoch direkt die Abschaffung zur Abstimmung bringen werde oder zunächst das Parlament befragen wolle, ob es die Diskussion erneut eröffnen wolle, wollte Harper den Journalisten nicht sagen. Im Laufe der vergangenen Woche war mehrfach in den Medien bekannt geworden, dass selbst Mitglieder der konservativen Regierung kein großes Interesse an der Infragestellung des Gesetzes haben (dbna berichtete). Ob er eine erneute Abstimmung oder gar die Abschaffung mit den Stimmen seiner Minderheitsregierung zustande bringen kann, ist also mehr als fraglich - insbesondere da alle drei Oppositionsparteien das Gesetz stützen.

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