In der Wortwahl vergriffen

Redaktion Von Redaktion
In der Wortwahl vergriffen
Produnis - Wikipedia CC

Rudi Assauer, der ehemalige Chef des Fußball Bundesligisten Schalke 04 ist ja bereits für seine etwas derben Sprüche bekannt. Doch nun hat er sich über Homosexuelle im Profifußball geäußert, was nicht unbedingt bei jedem ankam.

Dass Rudi Assauer als Macho bekannt ist, weiß jeder. Seine Sprüche und die Zigarren gehören mit zu seinem Markenzeichen, wie die Biermarke, für die er einst mit seiner Ex-Lebensgefährtin Simone Thomalla Werbung im Fernsehen machte.

Doch nun hat sich der 65-Jährige gewaltig in der Wortauswahl vergriffen.

Wenn es nach seiner Meinung ginge, hätten Schwule beim Fußball nichts zu suchen und sollten einen anderen Beruf wählen. Das zumindest hat er in einem Interview mit dem Kölner "Express" gesagt.

Laut seiner Meinung würden Schwule, die sich outen würden, sowohl von den Mitspielern, als auch von den Zuschauern auf den Rängen im Stadion "plattgemacht" werden. Um sich dieses zu ersparen, sollten sie sich nach einem anderen Job umsehen, so Assauer.

Er betonte allerdings dabei, dass er persönlich nichts gegen Schwule hätte. In anderen Sportarten wären sie tragbar, für den Fußball gelte das aber nicht.

Weiterhin sagte er in dem Interview, dass er weder als Spieler, noch als Manager schwule Fußballer getroffen hätte. Allerdings hätte es in Bremen einen schwulen Masseur gegeben. Ihm hätte er geraten, sich einen anderen Beruf zu suchen.

Das Ganze gewinnt um die Affäre beim DFB eine gewisse Brisanz. Denn der Deutsche Fußball Bund wird einmal mehr von einem besonderen Ereignis erschüttert.

Der Hintergrund ist der Skandal um den ehemaligen Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell. Er wird von mehreren Schiedsrichtern beschuldigt, diese sexuell genötigt und belästigt zu haben. Dieser jedoch bestreitet die Vorwürfe gegen seine Person und ließ verlautbaren, dass diese Beziehungen einvernehmlich gewesen sind.

Auch DFB-Präsident Zwanziger gerät unter Druck, der in der Vergangenheit immer zur Toleranz gegenüber schwulen Sportlern aufgerufen hatte.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: Express | Spiegel, Istockphoto.com | Produnis - Wikipedia CC