In Kraft getreten

Christian Brandl Von Christian Brandl

(dbna.de / International) In der Nacht von Sonntag auf Montag trat in New Jersey nun das im Dezember verabschiedete Gesetz zur Homo-Ehe in Kraft. Der U.S.-Bundesstaat ist damit der dritte nach Connecticut und Vermont, der die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften offiziell erlaubt und mit entsprechenden Rechten und Pflichten versieht. Weitergehende Rechte bietet nur die Ehe-Regelung von Massachusetts, die Schwulen und Lesben die Ehe geöffnet hat.

New Jersey wird Partnerschaften, die in den Bundesstaaten Connecticut und Vermont geschlossen wurden, anerkennen. Nach Schätzungen gibt es ca. 20.000 gleichgeschlechtliche Paare in New Jersey - wie viele davon die neue Möglichkeit nutzen werden ist noch unklar. Ohnehin können die ersten Partnerschaften frühestens 72 Stunden nach dem offiziellen Beginn der Registrierungen vorgenommen werden, da das Gesetz - wie auch bei klassischen Ehen - diese Frist vorschreibt.

Schwulen- und Lesbenverbände begrüßen die Entwicklung in New Jersey, monieren jedoch, dass die Wahl der Bezeichnung "Zivile Partnerschaften" noch eine Ungleichbehandlung bedeute.

Für Diane Marini, eine der Klägerinnen, deren Initiative das Gerichtsurteil ausgelöst und dadurch dieses Gesetz erst möglich gemacht hatte, kommt die Regelung jedoch zu spät: Ihre Partnerin, Marilyn Maneely, starb während des langen Kampfes und Rechtsstreits, der bereits 2002 begonnen hatte. Dennoch sieht Marini hoffnungsvoll in die Zukunft: "Es begeistert mich, dass ich Teil dieser Entwicklung sein durfte und Menschen, denen nicht klar ist was Ehe bedeutet, zeigen konnte warum sie so wichtig ist." Sie hofft noch, dass das Gesetz eines Tages dahingehend erweitert werden könnte, dass es die Partnerschaften auch als "Ehen" bezeichnet.

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Weitere Quellen: Quelle: 365gay.comBildmaterial: François Massonneau / public domain Wikipedia