Iran beschränkt Todesstrafe für Jugendliche

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de / taz.de) Der Iran will weniger jugendliche Straftäter hinrichten. Alle Gerichte wurden angewiesen, keine Todesstrafe gegen Unter-18-Jährige zu verhängen. Das sagte der stellvertretende iranische Generalstaatsanwalt Hossein Sobhi. Mörder können allerdings weiter hingerichtet werden, wenn die Familie des Opfers es verlangt.

Auf Nachfrage erläuterte Sobhi, die Verschonung gelte lediglich für Straftaten wie Drogenschmuggel. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sitzen derzeit etwa 120 Jugendliche wegen Drogendelikten in iranischen Todeszellen. Ob Teenager wegen Homosexualität, die im Iran als Straftat gilt, weiterhin hingerichtet werden, ist unklar.

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Weitere Quellen: www.taz.de, www.bazonline.ch