Israelis bekunden Solidarität

Christian Brandl Von Christian Brandl

Das Land reagiert mit Solidarität auf den Anschlag von vergangener Woche. Zehntausende Israelis kamen auf dem Jizchak-Rabin-Platz im Stadtzentrum von Tel Aviv zusammen.

(dbna.de / AFP) Vor einer Woche war ein Mann in das Schwulenzentrum der israelischen Küstenmetropole gestürmt, hatte zwei Menschen erschossen und insgesamt 15 zum Teil schwer verletzt. Nun kamen rund 70.000 Israelis auf dem Jizchak-Rabin-Platz im Stadtzentrum von Tel Aviv zusammen, um ihre Solidarität mit den Schwulen und Lesben des Landes zu bekunden und den Verlust zu betrauern.

Präsident Schimon Peres trat auf die Bühne und bekundete, er sei gekommen "die Tränen zu teilen". Der Täter habe nicht nur auf die beiden Opfer, sondern "auf uns alle" geschossen. Der Anschlag "hat uns als Menschen, als Juden und Israelis betroffen", so Peres. Neben dem Staatspräsidenten nahmen auch Erziehungsminister Gideon Saar und Tel Avivs Bürgermeister Ron Huldai an der Veranstaltung teil.

"Alle haben das Recht, anders zu sein und stolz darauf zu sein."

In Israel ist Homosexualität zwar im allgemeinen akzeptiert, doch Schwule und Lesben sehen sich immer wieder den Anfeindungen ultraorthodoxer Juden ausgesetzt. "Alle haben das Recht, anders zu sein und stolz darauf zu sein. Aberniemand hat das Recht, sich in das Leben anderer Menschen einzumischen", kommentierte Perez die Ereignisse vom letzten Wochenende und die tragische Ermordung der beiden jungen Opfer. Die Polizei schließt derzeit neben einer "persönliche Rache" auch eine durch Hass auf Schwule und Lesben motivierte Tag nicht aus.

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Weitere Quellen: AFP, Channel 2, Israel / YouTube Video