Jackson entlastet

Christian Brandl Von Christian Brandl

Der Hauptbelastungszeuge im Missbrauchsprozess gegen den PopstarMichael Jackson hat nun im Kreuzverhör eine Aussage bestätigt, die ereinem Lehrer gegenüber getätigt hatte. Jacksons Anwalt Thomas Mesereauhatte den 15-jährigen am Montag mit einer Mitschrift des Gesprächs mitseinem Lehrer Jeffrey Alpert konfrontiert. "Sieh mich an, sieh mich an... ich kann dir nicht helfen, wenn du mit nicht die Wahrheit sagst:Ist irgendwas davon geschehen?", mit diesen Worten hatte der Lehrer denJungen aufgefordert mit ihm zu sprechen. Im Zeugenstand gestand derJugendliche nun ein, dass er dies mit "Nein" beantwortet hatte: "Ichhabe Dekan Alpert gesagt, dass er mir nie etwas getan hat. [...] Ichhabe ihm das zweimal gesagt."

Auf die Frage, wann dieses Gespräch stattgefunden habe, räumte derJunge ein, dass dies wohl direkt nach seinem Besuch auf der NeverlandRanch gewesen sein müsse.

Auch eine andere Aussage des Jungen ist nun weniger glaubwürdig. Ineiner vergangenen Befragung hatte der Junge geäußert, Jackson habe zuihm gesagt, dass Männer die nicht masturbierten, Frauen vergewaltigenwürden. Nach dem Aussageprotokoll der Ermittler sei dies jedoch eineAussage seiner Großmutter gewesen. Mit dieser Unstimmigkeitkonfrontiert betonte der 15-jährige, beide hätten dies zu ihm gesagt,Jackson jedoch vor seiner Großmutter und diese in einem anderenZusammenhang:  "Sie sagte mir, es sei OK, wenn man das macht", soder Junge, "Michael sagte, man muss es machen".

Jackson erschien am Montag pünktlich zum Prozess. Der Richter hatte demPopstar am vergangenen Donnerstag mit einer Verhaftung gedroht, weilJackson wegen Rückenschmerzen eine Stunde zu spät vor Gerichterschienen war.

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Weitere Quellen: SPIEGEL Online