Justin Trudeau entschuldigt sich bei LGBTQ2-Community

Justin Trudeau entschuldigt sich bei LGBTQ2-Community

Justin Trudeau – Prime Minister of Canada/Youtube

Mit einem emotionalen Statement entschuldigte sich Kanadas Premier Justin Trudeau bei der LGBTQ2-Community für frühere staatliche Diskriminierung.

Nicht immer war Kanada so liberal wie heute. Auch hier gab es einst massive Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgender. So wurden Lesben und Schwule beispielsweise regelrecht aus dem Staatsdienst gedrängt. Auch Listen mit mutmaßlichen Homosexuellen wurden in den 1960er Jahren von der Polizei geführt (ähnlich wie die „Rosa Listen“ in der früheren BRD). 

Der Hammer war jedoch, dass mithilfe von Maschinen die Pupillenreaktionen „verdächtiger“ Personen auf gleichgeschlechtliche Pornografie gemessen wurden.

Für diese und weitere staatliche Willkürmaßnahmen gegenüber LGBTQ2 hat sich Justin Trudeau in einer Rede vor dem kanadischen Parlament nun offiziell entschuldigt.

Bei den Worten „I am sorry“ hatte er sogar Tränen in den Augen. Wie ehrlich er dies meint, zeigt sich auch an den Taten: Die kanadische Regierung stellt umgerechnet 65 Millionen Euro (100 Millionen Dollar) als Entschädigung für die Opfer verfolgter sexueller Minderheiten bereit. 

Und zwar anders als in Deutschland, wo nur aufgrund des § 175 eingesperrte Männer symbolisch entschädigt wurden. In Kanada werden auch Männer und Frauen entschädigt, die aufgrund ihrer Homosexualität beim Militär und anderen staatlichen Stellen gefeuert wurden.

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