Kaliforniens Homo-Ehen bald ungültig?

Christian Brandl Von Christian Brandl

Bündnis Protect Marriage will geschlossene Homo-Ehen für ungültig erklären lassen.

(dbna.de / AFP) Alle bestehenden Homo-Ehen in Kalifornien sollen ungültig werden. Das will jedenfalls "Protect Marriage", ein Bündnis von Homo-Ehe-Gegnern, mit einem Antrag beim Obersten Gerichtshof des US-Bundesstaates erreichen.

Seit Mai 2008 waren gleichgeschlechtliche Ehen in Kalifornien möglich, da der Oberste Gerichtshof diese für zulässig erklärt hatte. In einem Volksentscheid zeitgleich zur Präsidentenwahl am 4. November wurde die Homo-Ehe von der Mehrheit der kalifornischen Wählerinnen und Wähler jedoch überraschend abgelehnt und ist seitdem nicht mehr legal.

Protect Marriage will nun auch gegen die rund 18.000 bereits geschlossenen Homo-Ehen vorgehen: "Nur die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist gültig und anerkannt in Kalifornien", so das Bündnis in seinem Antrag beim Obersten Gerichtshof Kaliforniens, Ausnahmen seien durch den Volksentscheid nicht vorgesehen.

Schwulen- und Lesbenverbände protestieren

Seit dem Volksentscheid protestieren Schwule und Lesben aus vielen Teilen der USA gegen das Verbot der Homo-Ehe. Derzeit laufen beim Obersten Gerichtshof auch drei Verfahren, durch die das Verbot wieder rückgängig gemacht werden soll. Diese wurden von der Homosexuellen-Organisation Lambda Legal, der Bürgerrechtsorganisation ACLU sowie von den Städten San Francisco, Los Angeles und Santa Clara eingereicht. Derzeit ist noch nicht abzusehen, wann eine Entscheidung des Gerichts zu erwarten ist.

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Weitere Quellen: AFP, San Francisco - Dirk Beyer / Wikipedia Commons