Kampagne verboten

Christian Brandl Von Christian Brandl

"Diese Werbung zeigt auf vulgäre undprovokatorische Weise Szenen aus der intimen Sphäre. Die Bilder wollenum jeden Preis die Aufmerksamkeit wecken, verletzen dabei dieSensibilität der Leute", so das italienische Institut für Werbekontrolle über die neueste Kampagne des Starfotografen Oliviero Toscani.

Der Künstler, der auch für eine der sehr umstrittenen Kampagnen derFirma Benetton verantwortlich war, hatte im Auftrag des italienischenMode-Labels RA-RE eine Fotoserie mit zwei Schwulen erstellt. Auf diesenBildern waren die Männer in inniger Umarmung und in zweideutigenSituationen zu sehen. Das Bekleidungsunternehmen muss nun auf dieVerwendung dieser Kampagne verzichten: "Eshandelt sich weder um Zensur noch um Diskriminierung gegenüber denHomosexuellen. Es geht um Sensibilität und um Schutz derMinderjährigen. Bei einem Hetero-Paar hätten wir gleich bewertet", betonte ein Sprecher des Instituts für Werbekontrolle, Bezug nehmend auf die Entscheidung.

Oliviero Toscani sieht sich als Opfer einer Verfolgungskampagne derWerbekontrollorgane. Zu den Aufgaben des Instituts zählt es darauf zuachten, dass Werbung nicht obszön oder religionsfeindlich ist.

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Weitere Quellen: DerStandard.at