Kein Blut von Homos

Redaktion Von Redaktion
Kein Blut von Homos
Gina Sanders/Imagedirekt

Keine Blutspenden von Homosexuellen – dafür sprachen sich nun die Politiker der CDU in Rheinland-Pfalz aus.

Dass homosexuelle Männer kein Blut spenden dürfen ist nichts Neues, diese Regelung besteht schon lange und zwar weil homosexuelle, aber auch bisexuelle Männer, zur HIV-Risikogruppe gehören. Das heißt, bei Ihnen besteht die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass sie sich mit dem HI-Virus anstecken.

Dieses Verbot bekräftigen nun die Fraktionspolitiker der CDU in Rheinland-Pfalz.

Schutz der Patienten geht vor

Die Abgeordneten des Landtages argumentierten damit, dass homo- und bisexuelle Männer besonders gefährdet seien, sich mit gefährlichen Infektionskrankheiten wie Hepatitis und HIV anzustecken. So seien bei 60 % der neu diagnostizierten HIV-positiven Männer, die Sex mit Männern, haben betroffen.

Deshalb müssen die Patienten, die auf Blutspenden angewiesen sind, geschützt werden. Dieses Recht gehe auch vor dem Recht der homo- und bisexuellen Männer, nicht diskriminiert zu werden, so die CDU-Fraktion. Selbst wenn die Blutspenden unter stetiger und strenger Kontrolle stehen, gebe es ein Restrisiko, dass es auszuschließen gelte, so die Unionspolitiker weiter.

Auch andere Risikogruppen ausgeschlossen

Nicht nur Männer die Sex mit Männern haben dürfen kein Blutspenden, sondern auch andere Risikogruppen dürfen nicht spenden. Dazu gehören auch Prostituierte und Freier sowie Drogenabhängige.

Die Union stößt dabei auf regen Widerstand sowohl auf politischer als auch gesellschaftlicher Ebene. So fordern die Grünen, die FDP, die Linke und Vertreter der Homo- und Bisexuellen Bewegung eine Aufhebung des Verbotes. Es sei weniger die sexuelle Orientierung als die Art des Sexuallebens, die ein Risiko darstelle. So soll es monogam lebenden Schwulen und Bisexuellen erlaubt sein, Blut zu spenden, aber Menschen, ungeachtet ihrer sexuellen Neigung, die häufig wechselnde Sexualpartner haben, nicht.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: welt.de