"Kein leichter Weg"

Redaktion Von Redaktion

Der Präsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB), Theo Zwanziger,bietet homosexuellen Fußballspielern weiterhin die Hilfe seinesVerbandes bei einem Coming-out an

(ksta.de / dbna.de) Der Präsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB), Theo Zwanziger, bietet homosexuellen Fußballspielern weiterhin die Hilfe seines Verbandes bei einem Coming-out an. Dennoch hat der 64jährige inzwischen Bedenken, die in Gesprächen mit Betroffenen gründen. Einige Profi-Fußballer gaben ihm im persönlichen Gespräch an, warum sie sich nicht outen wollen. "Es hängt damit zusammen, dass für einen Homosexuellen im Fußball die persönlichen Bindungen, die Freude am Sport und auch das Geldverdienen verloren gehen können, wenn er sich outet", so der DFB-Chef, der dies nicht geglaubt hatte, im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger

Die Gründe für dieses feste Gefüge im Profifußball sieht Zwanziger unter anderem in der Zusammensetzung der Mannschaften. "Die Kulturen, die da zusammen gefügt werden, haben auch in diesen Fragen häufig ein unterschiedliches Verständnis", hält der Präsident des DFB fest. Auf der anderen Seite muss er einräumen, dass auch die Fans eine Rolle spielen, die auf ein Outing mit Beschimpfungen reagieren könnten. Allerdings hebt Zwanziger die Rolle der Fan-Organisationen hervor, die schon länger gegen Diskriminierung kämpfen als der DFB selbst. Die Skepsis bleibt aber bei Zwanziger bestehen: "Der erste Homosexuelle, der sich im Profifußball outet, wird keinen leichten Weg zu gehen haben."

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: ksta.de, photocase.com/rebekkaw | Manuel Heinrich