Kein Paradies für Schwule

Redaktion Von Redaktion

Kardinal Javier Lozano Barragán, der frührere "Gesundheitsminister" desVatikans, ist der Überzeugung, daß Homosexuelle und Transsexuelle"niemals in das Himmelsreich eintreten" werden.

(dbna.de / augsburger-allgemeine.de) Einmal mehr sorgt ein Vertreter des Vatikans für Aufsehen. Seine fest Überzeugung, daß Homosexuelle und Transsexuelle "niemals in das Himmelsreich eintreten" werden, verkündete nun der frühere "Gesundheitsminister" des Kirchenstaats, Kardinal Javier Lozano Barragán, in der Öffentlichkeit.

Dabei berief sich Lozano gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa auf "den heiligen Paulus", denn dies wären dessen Gedanken und nicht seine eigenen gewesen. In den Mittelpunkt stellte er eine Passage aus dem Paulus-Evangelium, in der "entehrende Leidenschaft" zwischen Männern verurteilt wird.

Zudem vertritt der hohe Geistliche folgende Ansicht: "Man wird nicht homosexuell geboren, man wird homosexuell." Auch die aus seiner Sicht dafür Ausschlag gebenden Gründe vertrat er offen: Finden würde man diese in der "Erziehung" oder in der mangelnden "Herausbildung einer eigenen Identität während der Jugend".

"Vielleicht sind sie nicht schuldig", fügte Lozano über Homosexuelle und Transsexuelle hinzu. "Wer aber gegen die Natur und die körperliche Ehre verstößt, beleidigt Gott." Letztendlich gestand er dann aber ein, daß die "Sünde" der Homosexualität keine Diskriminierung der Betroffenen rechtfertigte. "Gott allein hat das Recht zu urteilen", erklärte der Kardinal.

Der 76jährige Mexikaner war bis zum 18. April 2009 Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst. Seit dem angenommenen Rücktrittsgesuch aus Altersgründen hat er noch verschiedene Funktionen in päpstlichen Kongregationen inne.

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Weitere Quellen: augsburger-allgemeine.de, iStockPhoto.com