Keine Entlassung

Christian Brandl Von Christian Brandl

Eine überraschende Wendung gab es am vergangenen Montag in der Diskussion um eine Lehrerin im Eagleswood School District: mit 41 gegen eine Stimme entschied sich das Schulgremium dafür, der transsexuellen Lily B. McBeth ihren Posten als Lehrerin wieder zu geben, den sie zuvor als Mann ausgeübt hatte. Diese Entscheidung ist insofern überraschend, als der Eagleswood School District in einem der wohl konservativsten Bundesstaaten der USA - New Jersey - liegt und sich darüber hinaus Eltern dafür stark gemacht hatten, der Transsexuellen ihre Arbeitsstelle zu verweigern.

Sie hatten das Schul-Gremium aufgefordert, Lily McBeth zu entlassen und mit Konsequenzen gedroht, falls dies nicht geschehe. Ein Vater, Mark Schnepp, hatte in der Lokalzeitung sogar eine ganzsseitige Anzeige geschaltet, um die anderen Eltern auf die Sitzung aufmerksam zu machen. Mehr als 100 Personen nahmen daraufhin auch an der Sitzung des Gremiums teil.

"Die Kinder werden das merken und es wird Probleme geben" meint Vincent Mustacchio (48), dessen Tochter die Schule besucht. Er teilte dem Schul-Gremium mit, dass er sein Kind nicht in den Unterricht von Mrs. McBeth schicken werde. Marc Schnepp meint, dass es dem religiösen Glauben seiner Kinder schadet, wenn sie von einem transsexuellen Lehrer unterrichtet werden.

Dennoch lobte auch eine Vielzahl von Eltern und Fürsprechern die Leistungen von McBeth, beteuerten, dass die Kinder sie mögen und dass sie ein Gewinn für das örtliche Schulsystem sei.

Auch nach der Anhörung beider Parteien betonte das Gremium, dass es seine Entscheidung nicht ändern werde. "Das ist eine geschichtsträchtige Nacht für die Rechte Transsexueller" meinte Steven Goldstein, Vorstand der Organisation "Garden State Equality".

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