Keine Neuauflage?

Christian Brandl Von Christian Brandl

Nach seiner Wahl hatte der konservative kanadische Premierminister Stephen Harper angekündigt, dass er das Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe überdenken und gegebenenfalls neu zur Abstimmung bringen werde. Doch nun sieht er sich mit Zweifeln aus den eigenen Reihen konfrontiert, denn selbst ein Großteil der Parlamentsmitglieder schätzt diesen Schritt als rechtlich problematisch und unnötig ein. 

James Rajotte hält die Debatte für "erledigt" und meint: "Ich habe gemischte Gefühle diesbezüglich ... gleichgeschlechtliche Ehen sind nun seit einiger Zeit in Kanada vom Gesetz erlaubt und ich erkenne die Schwierigkeiten, dies so weit wieder rückgängig zu machen, dass traditionelle Ehen die einzig legalen Verbindungen in Kananda wären", so das konservative Parlamentsmitglied.

Auch der Minister für Handel sieht die Frage kritisch: "Offen gesagt bin ich nicht erpicht darauf, dieses Thema neu zu eröffnen", so Emerson. "Auch in den letzten Wahlen - als ich noch als Liberaler angetreten war - war die Homo-Ehe kein großen Thema, mit dem mich die Wähler konfrontierten."

Es wird nun erwartet, dass Premierminister Harper dem Parlament die Frage stellt, ob eine erneute Diskussion des Themas gewünscht wird, anstatt eine direkte Abstimmung über das Gesetz zu fordern.

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