Kirche probt den Aufstand

Redaktion Von Redaktion

In Österreich und Liechtenstein wehren sich Bischöfe gegen die Homo-Ehe

(dbna.de) Kaum konnte man sich richtig darüber freuen, dass die konservative Österreichische Volkspartei (ÖVP) nun doch in eine Homo-Ehe einwilligte und einen entsprechenden Gesetzesartikel sogar noch in diesem Jahr vorlegen will, wettert die Kirche schon gegen die längst überfällige Gleichstellung.

Kein Bedarf für Homo-Ehe

In der kürzlich veröffentlichen Pressemitteilung der Österreichischen Bischofskonferenz halten die Häupter der Katholischen Kirche fest, dass die in den letzten Monaten geführten Diskussionen über die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit zunehmender Sorge beobachtet werde. Weiter ließen die Bischöfe verlauten, dass kein Bedarf zur Schaffung eines eigenen Rechtsinstituts bestehe.

Was mit vornehmen Worten beschrieben wurde ist nichts anderes als der Versuch eine Diskriminierung beizubehalten. Als Begründung für die Nicht-Notwendigkeit einer Homo-Ehe wird angeführt: "dass homosexuelle Partnerschaften in keiner Weise die gleichen Leistungen und Opfer für die Entwicklung der Gesellschaft erbringen würden". Daher liege keine Diskriminierung vor, wenn lesbische und schwule Beziehungen nicht gleichbehandelt würden.

Auch Bischof Haas empört

Nicht nur die Österreichische Bischofskonferenz schießt einmal mehr gegen Schwule und Lesben. Auch der Erzbischof von Liechtenstein Wolfgang Haas meldete sich zu Wort, nachdem der Liechtensteiner Landtag vor kurzem beschloss, eine eingetragene Partnerschaft für homosexuelle Paare einzuführen. "Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde", sagte Haas in einem Interview mit der Zeitung "Liechtensteiner Vaterland".

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Weitere Quellen: dbna Redaktion Schweiz, Photocase.com