Jeana Frazzini und Kristan Parman sind Mütter des gleichen Kindes, denn Jeana und Kristan sind ein lesbisches Paar, dass sich mit Hilfe von künstlicher Befruchtung den gemeinsamen Kinderwunsch erfüllt hat. Doch nach dem Gesetz ist nur Kristan Parman Mutter der Kindes - zumindest bis Jeana durch eine Adoption dieses "Recht" ebenfalls erwirbt. Bei einem heterosexuellen Paar ist dagegen nach der Geburt des Kindes alles klar: es gibt eine Mutter und einen Vater und keiner der beiden muss ich dieses Recht bzw. diese Pflicht erst erwerben.

Gegen diese Ungleichbehandlung gehen die Frauen nun vor und verklagen den Staat Oregon. Gemeinsam mit der Organisation "Basic Rights Oregon" sind sie der Ansicht, dass der amerikanische Bundesstaat durch diese Einschränkung gegen ein Urteil des Berufsungsgerichts aus dem Jahr 1998 verstößt, dass die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare bei staatliche Einrichtungen und Dienstleistungen verbietet.

"Wir haben bereits in verschiedenen Bereichen erreicht, dass der Staat sich fügt", so Roey Thorpe, Geschäftsführer von "Basic Rights Oregon". "Der Staat passt seine Taktik gewöhnlich an, aber wir konnten das in diesem Fall nicht beobachten." Die Organisation arbeitet bereits seit über acht Jahren mit dem Büro des Governors zusammen und wünscht sich nun einen Erlass, der diesen Missstand beseitigt. Doch dies sei nach Aussage der Presseprecherin des Governors nicht so einfach zu bewerkstelligen: "Der Governor engagiert sich für gleiche Rechte", so Anna Richter Taylor. Aber in diesem Fall müsse die Gesetzgebung angepasst werden und dies könne er nicht allein veranlassen.

In der nächsten Woche habe der Governor aber schon ein Meeting angesetzt, in dem das Problem diskutiert werden soll.

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