Kondomverbot für Schlecker

Redaktion Von Redaktion

Einer Filiale in Fulda ist der Verkauf von Kondomen durch die katholische Kirche verboten worden. Sie sieht als Inhaberin der Immobilie ihr Ansehen in Gefahr.

(dbna.de / hr-online) Die VerkäuferInnen einer Fuldaer Drogerie müssen ihre Kunden
auf der Suche nach den Verhüterlis an die Konkurrenz verweisen: Eine Sittenklausel im Mietvertrag untersagt in diesem Markt den Verkauf von Artikeln, "die das öffentliche Ansehen der Kirche herabsetzen" könnten. Nach Ansicht der Kirche, die das Objekt vermietet, fallen Kondome unter diese Klausel.

Auch ein Termin der Filialleiterin beim Bischof konnte dessen Meinung nicht ändern. Ihr gehe es nicht um Geld, die Sexualhygiene ihrer Kunden hätte Vorrang.

Die Schlecker Firmenleitung hält sich nach dem Vorfall weitestgehend zurück, eine Bezirksleiterin fragt sich aber, "ob diese Haltung vorteilhaft für das Ansehen der Kirche ist". Sie spricht in diesem Zusammenhang von Zuständen "wie im Mittelalter". Bistumssprecher Christof Ohnesorge kann den Eklat nicht verstehen: "Die Kirche kann nicht einerseits mechanische Verhütungsmittelablehnen, aber andererseits dulden, dass in einem Haus der Kirche mitKondomen Geschäfte gemacht werden."

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Weitere Quellen: hr-online.de, stock.xchng