Kooperation gegen Homophobie

Redaktion Von Redaktion
Kooperation gegen Homophobie
WWE/Glaad

Die Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) hat sich mit World Wrestling Entertainment (WWE) auf eine Zusammenarbeit gegen Homophobie verständigt. Auslöser waren GLAAD-Proteste gegen schwulenfeindliche Äußerungen des Wrestlers und Rappers John Cena.

Neue Wege gegen Homophobie bestreiten die US-amerikanische Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) und World Wrestling Entertainment (WWE). Die beiden Organsiationen haben sich eine gemeinsame Massenkampagne gegen Mobbing vorgenommen. Zudem lud WWE GLAAD ein, die Mitarbeiter der Öffentlichkeitsabteilung fortzubilden.

Beleidigende Liedtexte

Auslöser waren homophobe Attacken des Wrestlers und Rappers John Cena im Februar diesen Jahres. Der 33-jährige Cena, der seit 2002 für die WWE antritt, hatte in verschiedenen Texten seine Konkurrenten The Miz und The Rock beleidigt. So rief Cena aus: "Just dont go racing to Witch Mountain, Rock, cause your mountain is Brokeback", mit der er auf das Drama "Brokeback Mountain" anspielt. "Brokeback Mountain" schildert eine Liebesbeziehung zweier Cowboys, dargestellt von Heath Ledger und Jake Gyllenhaal.

In einem weiteren Lied beschreibt Cena The Miz und dessen Zögling Alex Riley als Pärchen  ("theyre going to move in together"). Letzerem bietet Cena dann an, ihn zu einem "Mann" auszubilden ("Well, tonight Im going to train you on how to be a man").

WWE stellt sich gegen Homophobie

GLAAD protestierte nach Bekanntwerden dieser Äußerungen bei der WWE. Dort handelte man so gleich und bot GLAAD eine Kooperation an. Dazu erklärte WWE, dass sie diese Angelegenheit sehr ernst nähmen und sie bereits mit ihrem Sportler über diese Vorfälle gesprochen hätten. Man hätte weitere Schritten unternommen und arbeite nun mit GLAAD zusammen, um den Anhängern zu versichern, dass WWE "gegen Mobbing oder Diskriminerung aufgrund sexueller Orientierung" ist. "Wir schätzen unsere Anhänger in der lesbischen, schwulen, bisexuellen und transsexuellen Szene sehr und entschuldigen uns bei ihnen für diese Vorfälle", so die Verantwortlichen abschließend.

WWE ist ein Medienunternehmen, zu dem eine gleichnamige Wrestlingliga betreibt. Die an der Wallstreet notierte Gesellschaft formierte sich 1963 als World Wide Wrestling Federation (WWWF). 1970 benannte man sich in World Wrestling Federation (WWF) um. 2002 mußte die Firma nach einem verlorenen Prozeß gegen den World Wide Fund (WWF) ändern und heißt seit dem World Wrestling Entertainment.

Die Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) wurde 1985 in New York gegründet. Hintergrund war die sensationsheischende und diffamierende Berichterstattung der New York Post über AIDS, gegen welche die Gründer protestierten. Die Gründung weiterer US-amerikanischer Ortsverbände folgte. 1995 wurde man schließlich zu einer nationalen Organisation in den Vereinigten Staaten.

Preis für Coming-out 2011 an Ricky Martin

GLAAD hat es sich zum Ziel gesetzt, eine "faire, korrekte und inklusive Darstellung von Menschen und Ereignissen in den Massenmedien als ein Mittel gegen Homophobie und gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung" zu fördern und zu sichern. Mit der Media-Award-Verleihung tritt die Organisation Jahr für Jahr am deutlichsten in die Öffentlichkeit. Dieses Jahr ehrte GLAAD Ricky Martin für sein Coming-out (dbna berichtete).

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Weitere Quellen: moonsault.de, glaadblog.org