(dbna.de / 365gay.com) Nach einer aktuellen Studie der "Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health" in Baltimore haben Menschen, die häufig Oralverkehr praktizieren, ein erhöhtes Risiko an Krebs im Rachenraum zu erkranken. Grund dafür sind humane Papillomviren, die insbesondere auf diesem Wege übertragen werden können. Erkrankt ein Mensch an HPV, steigt das Krebsrisiko auf das 32-fache.

Der HPV-16 Virenstamm wurde in 72 Prozent der Tumore einer Testgruppe von 100 Krebspatienten mit kürzlich diagnostiziertem Krebs im Rachenraum festgestellt.

Dennoch beschwichtigen die Forscher: "Die Menschen können versichert werden, dass Krebs im Rachenraum verhältnismäßig selten ist und die überragende Mehrheit von Menschen, die an oraler HPV erkranken, wahrscheinlich keinen Tumor entwickeln werden", so Dr. Maura Gillison, die die Studie leitete. Oralverkehr sei zwar der stärkste Verbreitungsweg der Infektion, Mund-zu-Mund Übertragung konnte bislang jedoch auch nicht ausgeschlossen werden.

HPV wurde bereits mehrfach mit Krebs in Verbindung gebracht. So vermuten Wissenschaftler, dass die Viren ebenfalls ein Auslöser für Darmkrebs sein könnten.

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