Kritik am Bischof

Christian Brandl Von Christian Brandl

Homophobe Äußerungen vom Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen sorgen für Wirbel

(dbna.de / hr-online) Er habe lediglich "unter Verweis auf die katholische Morallehre" einer Eheschließung zweier gleichgeschlechtlicher Partner und dem Recht Homosexueller auf Adoption von Kindern "eine klare Absage erteilt", so der Fuldaer Bischof Algermissen in einer Stellungnahme.

Bei Gesprächen mit Firmlingen soll der Bischof zuvor die Homo-Ehe als "abartig" bezeichnet haben, wie die Fuldaer Zeitung am Samstag berichtete. Für ihn sei gleichgeschlechtliche Liebe "ein Problem, das nur wenige in der Gesellschaft angeht" und es missfalle ihm deshalb, dass sich Homosexuelle immer häufiger öffentlich outen.

Nun ruderte der Bischof zurück: es sei nicht seine Absicht gewesen, Homosexuelle zu diskriminieren, die Würde jedes Menschen sei ausnahmslos zu respektieren. Er wehrte sich jedoch nachdrücklich gegen Aussagen des Grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck, der seine Aussagen mit den  "entsetzlichen holocaust-leugnerischen Äußerungen des Bischofs Richard Williamson" (Zitat Bischof Algermissen in seiner Stellungnahme) verglichen hatte.

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Weitere Quellen: hr-online.de, stock.xchng / goody2230