Kuscheln macht süchtig

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Kuscheln macht süchtig
Simone Becchetti, stocksy.com

Viele scheinen es lange geahnt zu haben. Jetzt gibt ihnen die Wissenschaft Recht: Kuscheln kann süchtig machen. Verantwortlich dafür ist das Hormon Oxytocin.

Hormone sind Stoffe, die unser Körper in Drüsen herstellt, um anderswo eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Sobald wir mit unserem Partner kuscheln, schüttet unser Körper das Hormon Oxytocin aus. Das berichtet das Online-Magazin Plaid Zebra. Das Hormon sorgt dann dafür, dass die Bindung an unser Gegenüber wächst. So spielt Oxytocin auch eine wichtige Rolle bei der Bindung einer Mutter an ihr neugeborenes Baby.

Aber es versorgt uns eben auch mit dem Gefühl von Zuneigung und Vertrauen, wenn wir unserem Schatz nahe sind. Kuscheln sorgt dafür, dass wir weniger Stress empfinden. Zudem steigert es unser Selbstbewusstsein. Wenn wir über längere Zeit von unserem Partner getrennt sind, treten Entzugserscheinungen auf: Wir sind traurig, fühlen uns einsam und lustlos. Hormone sind also Schuld am Liebeskummer.

Oxytocin zur Luststeigerung

Die Wirkung von Oxytocin hat auch die Industrie schon erkannt. Denn das Hormon steigert auch unsere sexuelle Lust. Es gibt Nasensprays, die Oxytocin enthalten. Der Vorteil: Im Gegensatz zu etwa Viagra steigert es nicht nur die körperliche Potenz, sondern eben auch die emotionale. Würden wir das Hormon nicht ausschütten, wären wir unfähig, emotionale Bindungen einzugehen.

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Weitere Quellen: Simone Becchetti, stocksy.com