Kuwait will Schwule nicht mehr ins Land lassen

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Kuwait will Schwule nicht mehr ins Land lassen
Klaas Lingbeek- van Kranen/istockphoto.com

Mithilfe von medizinischen Untersuchungen will die Regierung Kuweits verhindern, dass Schwule und Lesben in das Land auf der Arabischen Halbinsel einwandern. Jeder, der sich längere Zeit in Kuweit aufhält, wird verpflichtet, diesen Test zu machen. Bei einem "positiven" Ergebnis soll ihnen die Immigration verwehrt werden.

"Wir benötigen strengere Maßnahmen, die uns helfen, Homosexuelle zu erkennen, um deren Einwanderung zu verweigern. Diese Menschen dürfen nicht unsere Grenzen überqueren", sagte Yousuf Mindkar, Gesundheitsminister Kuwaits, in einem Interview mit der Zeitung Al Rai. Ziel sei es, die "sittlichen Werte" der Menschen in diesem Land zu bewahren. Die Antwort, wie genau eine medizinische Untersuchung Homosexuelle erkennen soll, blieb Mindkar schuldig.

Untersuchungen auch in anderen Staaten

Geht es nach dem Willen Mindkars sollen alle sechs Staaten der Arabischen Halbinsel, die dem Golf-Kooperationsrat (Gulf Cooperation Council - GCC) angehören, diese Untersuchungen durchführen, um Schwule und Lesben zu "identifizieren". Zum GCC gehören neben Kuwait Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Oman.

Über den Vorschlag Mindkars wird am 11. November beraten.

In den GCC-Staaten sind homosexuelle Beziehungen offiziell verboten. Allein in Kuwait kann eine Gefängnisstrafe bis zu zehn Jahren verhängt werden. In Saudi Arabien ist für homosexuelle Beziehungen sogar die Todesstrafe vorgesehen.

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Weitere Quellen: GulfNews, Klaas Lingbeek- van Kranen/istockphoto.com