Während Schwule und Lesben nun seit rund fünf Jahren zu ihrer sexuellenOrientierung stehen dürfen, auch wenn sie beim britischen Militärdienen, haben nun bislang unter Verschluß gehaltene Dokumente gezeigt,dass bis in die späten 90er noch interne Untersuchungen gegenHomosexuelle vorgenommen wurden.

Die Royal Air Force hatte sogar eine Spezialeinheit, deren Aufgabe eswar, Lesben im Militärdienst zu finden und dafür zu sorgen, dass dieseentlassen werden konnten. In dieser Zeit pflegte die Air Force einegeheime Liste, in die Frauen aufgenommen wurden, die in "verdächtige,unnatürliche Freundschaften zwischen Frauen" verwickelt waren. DasDokument enthielt auch die Namen hunderter Frauen, die unterBeobachtung standen, denen aber Homosexualität nicht nachgewiesenwerden konnte.

Die vom "Guardian" veröffentlichten Informationen zeigen nocherschütternderes: speziell dafür abgestellte Offiziere bereistenStützpunkte auf der ganzen Welt, durchsuchten die privaten Dinge vonSoldatinnen um Indizien für gleichgeschlechtliche Beziehungen zufinden.

Frauen deren Namen auf der Liste zu finden waren, wurden zumeist bei Beförderungen übergangen.

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Weitere Quellen: 365gay.com