Lieber Faschist als schwul!

Christian Brandl Von Christian Brandl

Europa-Parlamentarierin und Duce-Enkelin Alessandra Mussolini hat sich in der Polit-Show "Porta a Porta" des Staatsfernsehens RAI eine besondere Entgleisung erlaubt: am Donnerstagabend nahmen Sie und der transsexuelle Kandidate der altkommunistischen Partei "Rifondazione", Vladimir Luxuria, an der Sendung teil. Als dieser sich kritisch über das Programm der neofaschistischen Partei "Alternativa Sociale" äußerte, die von Mussolini geführt wird, konterte diese mit dem Satz: "Es ist besser Faschist zu sein als Schwuchtel".

Im weiteren Verlauf der Sendung lies die 45-jährige Politikerin nicht von dem transsexuellen Kandidaten ab: "Hier haben wir einen als Frau verkleideten Mann, der denkt, dass er sagen kann, was er will". Luxuria ist in Italien eine bekannte Drag-Queen und seine Kandidatur stieß auf heftige Diskussionen in der italienischen Politik.

Die Stärkung der Rechte von Schwulen und Lesben steht in Italien derzeit stark in der öffentlichen Diskussion. Während die oppositionelle Mitte-Links-Allianz laut ihrem Wahlprogramm in Italien die Legalisierung zusammenlebender (auch gleichgeschlechtlicher) Paare einführen will, versuchen rechtsextreme Parteien, wie die "Alternativa Sociale" dies zu verhindern. Auch aus dem Vatikan wurde bereits versucht Einfluß auf die italienische Politik zu nehmen, um die Einführung einer Homo-Ehe abzuwenden.

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Weitere Quellen: Quelle: dieStandard.atBildmaterial: © libertadiazione.net