Liebesgeschichte | Hinter den Kulissen

Redaktion Von Redaktion

Vor gut einer Woche wurde der finale Teil unserer multimedialen Liebesgeschichte veröffentlicht. Um dir ein Bild davon zu machen, wie die Geschichte entstanden ist: Hier ein Bericht von hinter den Kulissen...

DAVOR

Dass wir eine fotografierte Liebesgeschichte machen wollten, hing schon ewig im Raum. Dass man, dank des Internets, auch Film und Ton verwenden kann, fiel uns auch bald ein. Also, mal frisch ran ans Werk! Bloß wie? Eine Geschichte muss her. Eine Geschichte, eine Geschichte, das war gar nicht so einfach. Wir hätten da nämlich ganz gerne: Keine Klischees, nicht zu viele Ortswechsel (aus organisatorischen Gründen), nicht zu viele DarstellerInnen (auch aus organisatorischen Gründen). Dann sollte die Geschichte noch irgendwie schön sein, gleichzeitig aber ein bisschen ungewöhnlich. Und schön formuliert. Das dauerte dann erstmal ein bisschen.

Und dann ging es ans fast Wichtigste (und Schwerste): Das Finden der richtigen DarstellerInnen. Wir hatten Glück und fanden als Hauptdarsteller Jens und Thomas, auch im Wirklichen Leben ein Paar. Als wunderbare beste Freundin Sidney. Als Zyniker im Hintergrund Florentin.

Dann der Ort: München. Weil wir da am leichtesten Wohnungen organisieren konnten. Dann muss man aber glatt mal das Hauptdarsteller-Pärchen durch die halbe Republik, den Fotografen durch die ganze anreisen lassen. Plus Hotel buchen. Prosit.

Etwa zwei Tage vorher war alles fertig: genauer Dreh-/Foto-Plan, Locations, Models, Kameras, Film, Klamotten, ein kaputter Teddy-Bär. War da nicht noch was... ?

DABEI

Samstag, 30.7.2005. Von 13 bis 21 Uhr hetzen fünf junge Menschen im Auto durch München. Hotel, Uni, Straße #1, Wohnung #1, Disco. Zwischendrin Call-a-Pizza und den Schlüssel für Wohnung #2 abholen. StatistInnen zur richtigen Zeit abfangen. Und alles in den Kasten kriegen, denn so schnell kommen wir nicht mehr zusammen.
Gerade als die Filmkamera aufgebaut war, mussten wir natürlich abbrechen, weil Regen aufzog. Das heißt: Am nächsten Tag früher aufstehen.
Und dann nachts die Disco. 22 Uhr, ein Konzert. Natürlich war es wirklich leer. Als wir dann hinter der Disco rumstanden, wurden wir von der Drogenfahndung  beehrt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Natürlich waren wir nüchtern. Aber wahrscheinlich ist es einfach suspekt, wenn da ein paar Jungs unter einer abgelegenen Straßenlaterne herumstehen. Immerhin: Wir hatten die Zivilbeamten zuerst für halbstarke homophobe Schläger gehalten und doch ein bisschen Angst bekommen.

Der zweite Tag. Von 9 bis 17 Uhr. Frühstück? Is nicht. Durchtanzte Nacht? Egal. Nach der wiederholten Straßenszene also erstmal was Essen, um dann festzustellen, dass das schwule Pärchen für den Background verschlafen hat und nicht kommt... 
Last but not least: Wohnung #2. Neue Energie dank bezaubernder Gastgeberinnen und einer frischen Dusche. Und, wer hätte das gedacht: Wir werden sogar pünktlich fertig. Nur beim Aufräumen geht noch eine Lampe kaputt.

DANACH

Versuch mal einer, 800 Fotos zu sichten. Digitale. Bis die überhaupt mal alle auf einem Rechner sind. Und davon dann welche aussuchen.
Natürlich gibt es trotzdem Szenen, für die zu wenig Material da ist. Die Bilder nachbearbeiten. Nach zwei Nächten vor dem Computer war ein Ende in Sicht. Halleluja!
Dann der Filmschnitt. Geräusche dazu. Das dauert, und alles zieht sich.
Und endlich: Der Veröffentlichungstermin - pünktlich zum Valentinstag 2006. Weiter verschoben auf den 4. März.

An dieser Stelle besonderen Dank an diejenigen, ohne die alles nicht geklappt hätte und die nicht vergessen werden sollen:

Die Darsteller: Jens, Thomas und Sidney
Die StatistInnen: Florentin, Eva und Samira
Die Wohnungs-Verleiher: Oliver, Stefanie, Gabriella, Vanessa und Tobi
Die Korrekturleser: Florentin und Patrick
Die technischen Ausstatter: Florentin und Eva/Keller Production
Die Unterstützung: Jay, Philipp, Patrick, Juscha, Alexander

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Weitere Quellen: Bilder: dbna e.V.