Mädchen übers Netz zum Selbstmord getrieben

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de) In den USA wurde eine 49-jährige Frau verurteilt, die ein 13-jähriges Mädchen über das Internet in den Selbstmord getrieben hat. Gemeinsam mit ihrer Tochter hat die Frau der Jugendlichen über MySpace einen virtuellen Freund vorgespielt. Nach einem Flirt schrieb sie der 13-Jährigen, dass die Welt ohne sie schöner wäre. Daraufhin hat sich das Mädchen umgebracht. Die Frau wurde aber nicht verurteilt, weil sie die Jugendliche in den Selbstmord getrieben hat, sondern weil sie MySpace dafür benutzt hat. Die Plattform verbietet in ihren Nutzungsbedingungen, andere zu belästigen.

Auch in Deutschland sind viele Jugendliche mit Internetmobbing konfrontiert. Forscher an der Uni Kiel haben 1277 Jugendliche hauptsächlich aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein befragt. Davon wurde jeder fünfte schon mal übers Internet beleidigt, mehr als jeder sechste wurde bedroht. Jeder vierte Teenager wurde sogar schon übers Internet sexuell belästigt. Mädchen werden hier weit öfter Opfer als Jungen.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: www.spiegel.de, www.myspace.com, Uni Kiel