Man in the Middle

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de / 365gay.com) Leistungssport und Homosexualität sind oftmals Themen, die unvereinbar scheinen. Die Angst vor der Reaktion der Teamkollegen, der Öffentlichkeit und nicht zuletzt auch die der Sponsoren macht es Profi-Sportlern schwer, zu ihrer Sexualität zu stehen. Nun hat der Ex-Profi-Basketballspieler John Amaechi diesen Schritt gewagt und öffentlich gemacht, dass er schwul ist.

Durch diesen mutigen Schritt ist er der sechste Spieler aus einer US-Profiliga, der sich outet. Seine Vorgänger waren die Footballer David Kopay (bereits 1975), Roy Simmons und Esera Tuaolo sowie die Baseballer Glenn Burke und Billy Bean.

Die Reaktionen auf sein Outing scheinen durchwegs recht positiv auszufallen. "John Amaechi war ein toller Kerl, als ich ihn trainierte. Er leistete auch viel ehrenamtliche Arbeit in unserer Stadt und das tut er noch. Ich wünschte mir, wir würden uns darauf konzentrieren. Aber leider sprechen wir hier über seine sexuelle Orientierung, die mir völlig egal ist", so sein ehemaliger Trainer Doc Rivers. "Es war schwer für die Leute Jackie Robinson zuzusehen. Aber sie sahen ihm zu und begannen für ihn zu jubeln", so Rivers. "Es wäre schlimm für die Fans, wenn der Typ nicht spielen könnte. Das ist es was für mich zählt und sonst sollte nichts zählen."

In Kürze erscheint auch die Autobiografie von John Amaechi ("Man in the Middle"), in der er neben seiner Basketball-Karriere auch die Situation als schwuler Mann im Profi-Basketball beschreibt.

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Weitere Quellen: Quelle: 365gay.com / DIE WeltBildmaterial: © Photocase.com