In einer Anweisung, welche die britische Regierung an alle Schulen verschickt haben werden die Verantwortlichen dort aufgefordert, weitere Maßnahmen zum Schutz homosexueller Schülerinnen und Schüler und gegen Homophobie zu ergreifen. Es weist Lehrer und Direktoren an gegen Schüler, die homosexuelle Jugendliche belästigen, Diziplinarmaßnahmen zu ergreifen und diese im Notfall auch vom Unterricht zu suspendieren bzw. die Polizei zu Hilfe zu rufen - offene Homophobie sei ein Verbrechen und es müsse dagegen vorgegangen werden.

"Der Bedeutung homophober Jugendsprache wird in den Schulen nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt", so das Schriftstück. "Während es den Schülern verdeutlicht wird, dass rassistische Äußerungen nicht akzeptiert werden gilt dies oft nicht für homophobe Äußerungen."

Doch auch unter Berücksichtigung der Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben geht dies nun einigen zu weit. "Die meisten verantwortungsbewussten Menschen werden denken, dass dies über die Grenzen des gesunden Menschenverstandes hinaus geht", so Nick Seaton von der "Campaign für Real Education". "Jugendliche haben schon immer Beleidigungen untereinander ausgetauscht und das ist auch absolut normal." Auch der Sprecher der "National Family Campaign" sieht die Anweisungen kritisch: "Niemand wird über Diskriminierung von Schwulen und Lesben stillschweigen, aber man muss mit dem gesunden Menschenverstand vorgehen. Es ist an der Zeit, dass die Diskussion wieder ausgewogener geführt wird." Großbritannien hat sehr weitreichende Gesetze zum Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung.

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