Matthew Shepard

Redaktion Von Redaktion

Am 7. Oktober 1998 fand man den schwer verletzten Matthew Shepard; er war wie ein Tier an einen Zaun gebunden. Stunden zuvor war er zusammengeschlagen, ausgeraubt und schwer misshandelt worden ... weil er schwul war!

Fünf Jahre ist der tragische Vorfall mittlerweile schon her, aber wer einmal die Geschichte gehört hat, wird sie wohl niemals wieder vergessen können. Und das ist auch gut so. Damals ereignete sich folgendes:

Am 7. Oktober 1998 findet man den schwer verletzten Jugendlichen Matthew Shepard in der Nähe der Kleinstadt Laramie im Bundesstaat Wyoming; er ist wie ein Tier an einen Zaun gebunden. Stunden zuvor war er zusammengeschlagen, ausgeraubt und schwer misshandelt worden und hatte seither in der Kälte auf seine Befreiung gewartet. Die Jugendlichen Russell Henderson und Aaron McKinney werden kurz darauf unter dringendem Tatverdacht festgenommen und gestehen die Tat.

Die Medien berichten fortwährend über den Gesundheitszustand des jungen Matthew und die neuesten Erkenntnisse der ermittelnden Behörden. Die Kleinstadt Laramie rückt plötzlich ins Zentrum der Medienberichterstattung. Ganz Amerika ist erschüttert, als Henderson und McKinney ihre Motive für die grauenvolle Tat preisgeben:

Schwulenhass. Nach und nach ergibt sich ein klares Bild des Tatverlaufs. Rückblende: Am Abend des 6. Oktobers befindet sich der 21-jährige Matthew Shepard, der offen schwul lebt, in einer Bar. Dort wird er von den gleichaltrigen Aaron McKinney und Russell Henderson, die sich als ebenfalls homosexuell ausgaben, überredet, mit ihnen im Auto mitzufahren.

Als sie sich weit genug von der Stadt entfernt haben, wird Matthew mit Faustschlägen traktiert, an einen Weidezaun gebunden. Man fesselt Hände und Füße, so dass es ihm unmöglich wird, sich aus eigener Kraft zu befreien. Dann zieht man ihm die Schuhe aus und schlägt weiter auf ihn ein. Die Kopfverletzungen, unter anderem mit Gewehrkolben und Pistolen beigebracht, werden Tage darauf zu seinem Tod führen.

18 Stunden später findet ihn ein zufällig vorbeikommender Motorradfahrer, der den kraftlos am Zaun zusammengesunkenen Körper zuerst für eine Vogelscheuche hält. Matthews Gesicht ist blutverschmiert, außer an den Stellen, an denen seine Tränen das Blut weggespült haben. Schnellstmöglich wird der bewusstlose Student in ein Krankenhaus transportiert und medizinisch betreut. Ohne Erfolg.

Nach einem Aufsehen erregenden Gerichtsprozess werden die Täter jeweils zu zweimal lebenslänglicher Haftstrafe verurteilt und entgehen somit der Todesstrafe.

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Weitere Quellen: Matthew Shepard Foundation